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Der Sommergarten

Der Sommergarten

Der Sommergarten ist eins der interessantesten und poetischsten Eckchen in Petersburg. Nur ein Jahr nach der Stadtgrundung, im Mai 1704 wurde auf Geheiß Peters I. das Schaffen des Sommergartens begonnen. Das dazu ausgewahlte Grundstuck war stark versumpft.

Um den Sumpf trockenzulegen, wurde die Mja (die Moika) mittels eines Kanals mit einem namenlosen Fluß (Erik) verbunden, und von der Moika zur Newa wurde der als Schwannen- bezeichnete Kanal durchgegraben. Der Newa-Ufer auf diesem Grundstuck war mit den Holzstammen befestigt. So erschien 1715 eine kunstliche Insel, auf deren Territorium der heutige Sommergarten gelegt ist.

Damals wurde auch der Querkanal von der Schwannenrinne in die Richtung der Fontanka (Fontanka erreichte er aber nicht) ausgeschachtet. Auf der Stelle dieses Kanals befindet sich heute eine breite Allee. Auf solche Weise wurden drei Sommergarten herausgebildet:

1. Von der Newa bis zu dem Querkanal - der Paradenteil des Gartens (der Erste Sommergarten).

2. Vom Querkanal bis zur Moika -der wirtschaftliche Teil des Gartens (der Zweite Sommergarten).

3. Sudlich vom Moika-Fluß (heute das Territorium um das IngenieurSchloß herum)-der dritte Sommergarten. Er erstreckte sich fast bis zum Newski-Prospekt.

"Ich werde besseren Garten haben als der franzosische Konig im Versailes hat",-sagtePeter.

Die regularen Garten waren damals modern. Der regulare Stil bedeutet, daß die Alleen im Garten symmetrisch gelegen sind, daß sie wie die Strahlen aufeinanderstoßen und sich kreuzen und quadratische Platze bilden. Baume und Busche werden in Form von geometrischen Figuren - Kugeln, Kuben, Pyramiden geschnitten.

Aus dem Grun werden verschnorkelte Lauben, Galerien, Labyrinthe geschaffen. Innerhalb der quadratischen Platze befinden sich kleine Seen ovaler, runder oder quadratischer Form. Solcher Garten wird sich von der Sonne gut erhellt. Außerdem wird er mit den Skulpturen geschmuckt.

Mit der Planung des Gartens und mit der Errichtung der Gartenbauten beschaftigten sich die Architekten I. M. Matveew, J.-B. Leblond, M. G. Semzow, F.B. Rastrelli.

Der Sommergarten wurde anfangs als ein regularer Garten angelegt. Hier sollte die vornehme Gesellschaft zusammentreten.

Man brachte nach Petersburg die wertvollen Baume: Linden, Achorne, Ulmen, Fichten. Im Garten erschienen die Eichen. Sie befestigten den Grund. Im Ersten Sommergarten waren drei Eichengalerien eingerichtet, in denen fur die Gaste Tische gedeckt wurden und in der mittleren breiten Galerie tantze man.

In dem Zweiten Sommergarten wurden die steinerne Orangerie, eine Bildhaurewerkstatt, Treibhauser, ein Speicher und andere wirtschaftliche Bauten errichtet. Hier wurde der Karpfenteich (Karpiew) ausgegraben, in dem (außer den Karpten) die von Don und der Wolga angelieferten seltenen Fischarten, Enten, Ganse und Schwane schwammen. Im Garten wurden Apfel-, Birn-, Kirschbaume, Johannisbeerstraucher gezuchtet. Auf den Beeten wurden Krauter und Gemuse: Petersilie, Karotten, Ruben, Gurken und vieles Anderes gepflanzt. Nicht zufallig bekam der Sommergarten zur Zeit Peters des Ersten die Bezeichnung "der Zarengemusegarten".

Peter Alexejewitch hatte die Blumen sehr gem. Sie wurden spitzengemustert verpflanzt. Tulpen, Narzissen, Lilien, Pfingstrosen, Rosen und andere Blumen bildeten marchenhafte lebendige Teppiche. Wegen des Blumenuberflusses nannte man zuerst den Garten "der Blumengarten". Die Bezeichnung "Sommer-" bekam er von den einjahrigen Blumen ("die Sommerpflanze").

Der Gartner Jan Roosen (1712 bis 1726) leitete die Arbeiten. Im Garten wurde ein Geflugelhof (der Architekt J.-B. Leblond) im indochinesischen Stil, mit einer Wetterfahne in Form von einem Drachen auf dem Dach, gebaut. Hier sind seltene Vogel, Igel, Fuchs, einige Zobel und Tauben eingesiedelt.

In dem dritten Sommergarten wurden die Fruchtenbaume gepflanzt, die Gemusegarten angelegt. Die lebendigen Fische wurden fur die Zarenkost in funf Teichen gezuchtet. Der Gartner Eclibain zuchtete in den Orangerien Bananen und Ananasen.

Eine besondere Pracht verliehen dem Garten die Fontanen. 1706 begann man, sie zu bauen, und zum Jahr 1725 gab es schon 20 Fontanen (spater-mehr als 50). Das Wasser wurde aus namenlosem Fluß, der den Namen Fontanka-Fluß bekam, genommen. Spater wurde die erste in der Stadt Wasserleitung angelegt. Das Wasser lief aus dem Fluß Liga (Ligowka) durch den Ligowski-Kanal in die Bassins und von hier unter dem naturlichen Druck hindurch Rohre in die Fontane des Sommergartens ein.

Der regulare Garten wurde damals mit den Statuen geschmuckt. Die ersten Statuen wurden 1707-1708 in den Sommergarten als Beuten aus den Umgebungen von der Stadt Lwow und dann 1716-1723 aus Italien geliefert. Die Statuen wurden "mit dem Sinn, der Liste nach" ausgewahlt, damit sie eine bildende, aufklarende Bedeutung haben wurden.

Die Marmorstatuen und -Busten wurden die Hauptalleen entlang, wie in Versailes, aufgestellt. Die Romischen Kaiser, olympischen Gotter und Gottinnen dienten als Illustration der altertumlichen Geschichte und Mythologie. Daneben verherrlichten sie als Allegorien die Handlungen Peters I.

Die Statuen wurden im Stil des Barocks gefertigt. Jede hatte eigene Attribute, daneben befanden sich die Tabellen mit den erklarenden Aufschriften.

Seit 1763 begann man den Newa-Kai mit Granit zu verkleiden. 1784 erschien hier das weltberuhmte Gitter, das nach dem Projekt des Architekten J. M. Velten und P. E. Jegorow gefertigt wurde.

Das Gitter besteht aus 36 aschrosigen Granitsaulen. Rhythmisch wechseln mit ihnen die schmiedeeisernen Glieder des Gitters mit einfacher und dem Ornament aus der vergoldeten Bronze geschmuckt. Das leichte und feine Gitter ist zu einem der Symbole der Stadt geworden.

Heutzutage am Ufer des Teiches, neben dem sudlichen Tor des Sommergartens, kann man eine riesige Porphyrvase sehen. Das ist die ElfdalsVase, die Nikolai I. vom schwedischen Konig geschenkt bekam. Sie wurde 1838 aufgestellt. Wahrend des Großen Vaterlandischen Krieges zerprangen ringsherum Bomben und Geschosse, die Vase blieb aber unversehrt.

1855 auf einem der Platze des Sommergartens wurde ein Denkmal fur Iwan Andreewitch Krylow aufgestellt (Bildhauer P. K. Klodt). Der beruhmte russische Fabeldichter ist sitzend mit einem geoffneten Buch in den Handen dargestellt. Der Granitsockel des Denkmals ist mit den Hochreliefs der Fabelsujets von Krylow geschmuckt.

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